Projektmanagement
Projekt- und Selbstmarketing für ProjektleiterInnen

Autorin: Petra Andres-Unger
Senior-Beratin der next level consulting
Kontakt: Petra Andres-Unger
Wer sein Projekt gut vermarktet, schafft zusätzlichen Benefit für alle Beteiligten!
Der Erfolg eines Projektes ist nicht nur in dessen Zielerreichung manifestiert! Es nützt wenig, wenn Sie Ihre Projekte in Time und Budget managen, wenn diejenigen, die über Ihren beruflichen Erfolg entscheiden, dies nicht wissen oder nicht zur Kenntnis nehmen. Durch gezielte Marketingmaßnahmen können Sie als ProjektleiterIn ein Projekt maßgeblich steuern und zum gewünschten Erfolg bringen. Denn ein erfolgreiches Projekt, ist ein Projekt, das positiv „Wellen schlägt“, das im Unternehmen bekannt ist und mit Ihnen und Ihrer Leistung in Verbindung gebracht wird.
Der Fünf-Schritte-Plan für ein erfolgreiches Projekt- und Selbstmarketing
1. Schritt: Zielgruppen eingrenzen und erkunden
ProjektleiterInnen sollten sich nicht nur auf die Sache allein konzentrieren. Vielmehr müssen Sie sich fragen: Was denken meine Zielgruppen, also Auftraggeber, Stakeholder, Betroffene etc., über das Projekt? Was sind deren Bedürfnisse, Wünsche, Befürchtungen? Denn auch wenn ein Projekt schon beschlossene Sache ist, können sich gerade die Einstellungen und Haltungen der wie auch immer Beteiligten als fördernde oder eben auch hemmende Faktoren erweisen und damit entscheidend zum Projekterfolg beitragen. Um Ihr Projekt erfolgreich zu vermarkten, brauchen Sie also zielgruppenspezifische Verkaufsargumente die auf die jeweilige Zielgruppe und deren Bedürfnisse zugeschnitten sind.
2. Schritt: Nutzen des Projektes transportieren
Die Verkaufsargumentation muss kurz und prägnant sein, da Sie praktisch im Vorübergehen überzeugen müssen. Sie haben die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppen immer nur für ganz kurze Zeit nutzen Sie diese Zeit! Dazu müssen Sie die Argumente ständig parat haben, denn Verkaufsmöglichkeiten ergeben sich meist überraschend und zufällig. Zur Formulierung Ihrer Argumentationen sollten Sie einen „Elevator pitch“ nutzen. Die Idee: Stellen Sie sich vor, Sie steigen in den Aufzug ein. Drinnen steht einer Ihrer wichtigsten Stakeholder und fragt Sie, wie es in Ihrem Projekt gerade so läuft. Sie haben ca. 15 Stockwerke Zeit. Das heißt, Sie sollten in weniger als einer Minute die 3 – 5 wichtigsten Kernaussagen zu Ihrem Projekt rüberbringen, um sich bei Ihrem Stakeholder positiv zu verankern.
1. Erstellen Sie eine kurze Beschreibung Ihres Projekts – maximal eine Seite
2. Komprimieren Sie die Seite auf drei bis fünf „Kernaussagen“
3. Testen Sie diese einminütige ´Kurzsequenz im Fahrstuhl´
4. Verfeinern und aktualisieren Sie die „Verkaufsargumente“ ständig.
3. Schritt: Interesse am Ihrem Projekt wecken
Wenn Sie es als ProjektleiterIn schaffen, Ihr Projekt gut zu positionieren, dann wird die Mitarbeit in diesem Projekt interessant – für potentielle Mitarbeitende wie für die Vorgesetzten! Erfahrungsgemäß wird die Zusammenstellung des Projektteams in der Praxis stark von der Verfügbarkeit der Mitarbeiter bestimmt, aber eben auch für der Attraktivität eines Projektes Mitarbeiter, die sich ansonsten der Zusatzbelastung der Projektarbeit gerne entziehen, sind auf einmal höchst erpicht auf einen Einsatz in einem angesehen, viel beachteten Projekt und Führungskräfte sind auch eher bereit, ansonsten unabkömmliche Fachleute für das Projekt abzustellen. Schließlich fällt ein Stück vom Glanz des Projekts auch auf die beteiligten Abteilungen. Nutzen Sie daher zur Positionierung und Vermarktung Ihres Projektes auch die internen Bühnen und Kommunikationsplattformen, wie Projektleiterforen und –netzwerke, Intranet, Newsletter, etc..
4. Schritt: Das Drumherum und Außenwirkung abstimmen
Der Eindruck, den Sie von sich und Ihrem Projekt hinterlassen, ergibt sich nicht nur aus dem Gesagten. Auch Gestik, Mimik und Outfit müssen zu der Botschaft passen, damit ein einheitliches Bild entsteht. Auch da sollten Sie sich fragen: Als wer will ich gelten und wie möchte ich in Erinnerung bleiben. Wichtig ist: Die Erscheinungsbild und die Kleidung sollten zum individuellen Stil und Typ passen. Nur dann fühlt sich der Träger authentisch und kann auch vor Publikum eine gute Figur machen.
5. Schritt: Netzwerke pflegen
Um das Projekt und sich selbst zu vermarkten, müssen Sie nicht alles selbst machen. Kontakte zu den wichtigen Stellen wirken häufig als Turbo in Sachen Projektmarketing. Ein gutes Netzwerk aufzubauen, braucht zwar einige Zeit, aber ProjektleiterInnen, die schon länger in der Branche/Firma arbeiten, können meist aus dem Vollen schöpfen - auch, wenn Sie sich dessen manchmal gar nicht bewusst sind. Netzwerkpflege sollte daher jeder Projektleitende als seine permanente Aufgabe betrachten, unabhängig vom jeweiligen Projekt, für das sie/er gerade Verantwortung trägt.
