Übers Top-Management zum Erfolg – Wie die vivento technical services Projektmanagement professionalisiert

Die „vivento technical services“ (vts), Tochter der Deutschen Telekom, ist ein technischer Dienstleister zur Planung, Realisierung und Instandhaltung von Infrastrukturnetze für Festnetz und Mobilfunk. Seit Ende 2006 begleitet next level consulting das Unternehmen bei der Etablierung von professionellen Projektmanagement-Strukturen und beim Aufbau eines internen Projekteservice. next news hat die Leiter des Projekteservice, Klaus Rybarczyk und Franz-Rudolf Hoffmann, zum aktuellen Status und zu Tipps aus der Praxis befragt.

next news: Vor etwa einem Jahr wurde von der Geschäftsführung der „vivento technical services“ die Etablierung eines professionellen Projektmanagements angestoßen. Wie sind Sie bei der Implementierung vorgegangen?

Franz-Rudolf Hoffmann: Unsere Strategie war es, zunächst fünf Top-Maßnahmen für 2007 als Pilot-Projekte aufzusetzen. Dadurch wollen wir Projektmanagement-Grundsätze vorleben und Akzeptanz im Unternehmen schaffen. Gleichzeitig haben wir eine pm guideline für das Unternehmen erstellt, um Rollen und Prozesse im Projektmanagement zu definieren. Seit Anfang des Jahres gibt es auch einen regelmäßigen Projektesteuerkreis, in dem das Portfolio gemanagt wird.

Klaus Rybarczyk: Sowohl Projektleiter als auch Projektauftraggeber sollen in einem iterativen Prozess Schritt für Schritt an die Vorgehensweise herangeführt werden. Dazu haben wir zahlreiche Maßnahmen und Hilfsmittel definiert, um Projektkultur zu etablieren und ein einheitliches Berichtswesen zu gewährleisten. So wurden beispielsweise von next level consulting Trainings für die Top-Projektleiter und Kernteammitglieder durchgeführt, Inputs für die Führungskräfte veranlasst und ein vts Projekthandbuch zur operativen Unterstützung der Projektleiter eingeführt.

next news: Lassen sich bereits erste Erfolge verzeichnen?

Franz-Rudolf Hoffmann: Durch das strukturierte Angehen haben wir dem Projektmanagement einen offiziellen Charakter gegeben, der sich zum Beispiel in den Projektstrukturplänen und Projektaufträgen niederschlägt. Auch der Projektesteuerkreis hat sich bereits etabliert und wird regelmäßig durchgeführt.

next news: Was waren bisher die größten Herausforderungen?

Klaus Rybarczyk: Eine besondere Herausforderung bestand darin, die unterschiedlichen Projektmanagementerfahrungen der Führungskräfte zu berücksichtigen und Vorbehalte aufzufangen.

Franz-Rudolf Hoffmann: Das Einverständnis der Führungskräfte ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Projektmanagement. Denn wenn die oberste Heeresführung nicht dahinter steht, sind alle Bemühungen umsonst.

next news: Welche Tipps können Sie bei der Etablierung eines professionellen Projektmanagements geben?

Klaus Rybarczyk: Man kann das Rad nicht neu erfinden. Was man aber kann, ist, unternehmensspezifische Schwerpunkte zu entwickeln mit dem Ziel, größtmögliche Akzeptanz bei allen Beteiligten zu schaffen.

Franz-Rudolf Hoffmann: Professionelles Projektmanagement muss man sich erarbeiten; Vertrauen muss man langsam aufbauen. Was es jedoch auch braucht, sind couragierte Projektleiter, die keine Angst haben, rote Ampeln zu setzen und vom Management Entscheidungen zu verlangen. Nur so bekommt man eine gelebte Projektkultur.

next news bedankt sich für das Gespräch!

Franz-Rudolf Hoffmann arbeitet seit 1972 bei der Deutschen Telekom und ist seit 1995 in Projekten tätig. Praktische Erfahrung konnte er unter anderem in den Projekten T-DSL und Phoenix sammeln. Daneben hat er an diversen Telekom-internen Projektmanagement-Richtlinien mitgewirkt. Seit Mai 2006 baut er zusammen mit Klaus Rybarczyk den Projekteservice der vts auf.

Klaus Rybarczyk begann seine berufliche Entwicklung im Konzern Deutsche Telekom 1997 bei T-Mobile in unterschiedlichen Funktionen. Seit März 2006 ist er als Senior Projekt Manager im Bereich Geschäftsentwicklung/Strategie/Stab der vts unter anderem für die Implementierung des vts Top-Maßnahmenmanagements verantwortlich.

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