Erfolgreiches Projektmanagement bei bwin

Georg Herberth leitet seit 2001 IT-Projekte im internationalen Telekommunikationsumfeld (u.a. in London, Prag, Chicago, Seattle). Seit 2005 ist er bei bwin tätig, wo er das mittlerweile 15-köpfige IT-Projektmanagementteam aufgebaut hat und leitet. Das Team übernimmt in Projekten entweder die Verantwortung für die Lieferung der IT-Workpackages oder die Gesamtprojektleitung, je nach Größe, Komplexität und Art des Vorhabens.

next news: Was reizt Sie am Thema Projektmanagement?

Georg Herberth: Projektmanagement vereint die Möglichkeit der organisatorischen Arbeit mit der Herausforderung an der operativen Weiterentwicklung der Produkte bzw. der Befriedigung der Kundenbedürfnisse beteiligt zu sein. In kaum einem Bereich ist der Spielraum, sowohl inhaltlich als auch interdisziplinär, so groß. Die gekapselte Natur eines Projektes gibt dem Projektleiter die Möglichkeit selbständig das Umfeld zu gestalten und auf die Erreichung der Projektziele hin zu optimieren. Die daraus resultierende Verantwortung innerhalb einer Organisation verdeutlicht die exponierte Position dieser Rolle.

next news: Warum ist bwin erfolgreich im Projektmanagement?

Georg Herberth: bwin hat sich stets bemüht eine sanfte Wachstumsstrategie bezüglich der Einführung von Formalismen und Prozessen zu etablieren. So ist es gelungen trotz des sehr hohen personellen Wachstums - von 79 Mitarbeitern im Jahr 2002 auf mittlerweile rund 1.000 - den großartigen Spirit der Mitarbeiter mit den notwendigen Mitteln des Projektmanagements zu vereinen. Der stetig steigende Reifegrad wird laufend erhöht, jedoch nicht ohne jeden Schritt hinsichtlich seiner Notwendigkeit zu prüfen und sicherzustellen, dass er zum Unternehmen und seinen Mitarbeitern passt.

Mittlerweile sind so verschiedene Prozessmodelle wie ITIL (Incidentmanagement, Change-Management), CMMI (PPQA, ReqM, PP und PMC) und Scrum eingeführt worden (siehe Target-Processmap) bzw. befinden sich in der Einführungsphase.


next news: Was würden Sie anderen Unternehmen in der Entwicklung zu projektorientierten Unternehmen empfehlen?

Georg Herberth: Nur nichts überstürzen! Wie bereits oben erwähnt, gilt es an dieser Stelle gründlich zu evaluieren, welche Methoden zum Unternehmen und seinem derzeitigen Zustand passen, um die bestehenden Stärken zu fördern und sich nicht zu sehr auf die Eliminierung von Schwächen zu konzentrieren. Bestehende Prozessmodelle können hierbei ein geeigneter Leitfaden sein, aber auch von der eigentlichen Problemstellung ablenken.

Hilfreich ist es auch, ein paar Naturgesetze, wie beispielsweise die Heisenbergsche Unschärferelation zu beachten. Sinngemäß übersetzt könnte man sagen: Je mehr Energie investiert wird, den operativen Status zu evaluieren, desto weniger Impuls ist möglich und natürlich umgekehrt.

next news: Worauf legt bwin bei Ihren Projekten wert?

Georg Herberth: bwin ist ein sehr zielorientiertes Unternehmen, bei dem das Kundenerlebnis im Vordergrund steht. Ein Projekt ist erst dann erfolgreich, wenn es sich am Markt bewiesen hat. Dies kann genauso durch erhöhte Systemverfügbarkeit als Ergebnis eines Infrastrukturprojektes geschehen, wie natürlich durch Umsatz- oder Nutzerzahlen nach Einführung eines neuen Produktes.

Wichtig hierbei ist, dass alle Projektteammitglieder diese Ziele kennen und sich damit identifizieren, denn nur so kann der Erfolg bestmöglich garantiert werden.

next news bedankt sich für das Gespräch!

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